Rückblick auf die Entwicklung bis Dezember 2015

Ein bewegtes Jahr, in dem wir einiges erreichen konnten, liegt hinter uns. Die Vereinsfinanzen sind solide und die Mitgliederzahl hat sich seit der Gründung verdreifacht. Hier ein Überblick über die wichtigsten Fortschritte und Fördermaßnahmen im Jahr 2015:

Allgemeine Förderung der Station in Rissen

Im Mai 2015 wurde der Freundeskreis Erweiterte Heilkunst Mitglied im Klinikverband. Wegen der geringen Bettenzahl kann die Station in Rissen nur über einen gemeinnützigen Verein (FEH) Mitglied im Verband Anthroposophischer Kliniken e.V. werden. Dieser ist wichtig als Interessenvertreter und zweiter Träger: In der Vergangenheit hat der Klinikverband zum Beispiel die Anthroposophische Komplexziffer zur Abrechnung der besonderen Leistungen mit den Krankenkassen ausgehandelt. Ein wichtiger Erfolg für die Station in Rissen ist zudem die Ende des Jahres erlangte Akkreditierung, anthroposophische Ärzte ausbilden zu dürfen, die der Freundeskreis durch Bezuschussung mit gefördert hat.

Individuelle Förderung von Mitarbeitern der Station

Zu unseren Vereinszielen gehört die Förderung von individuellen Mitarbeiterfortbildungen im Bereich Anthroposophischer Medizin, Therapie und Pflege: So haben wir unter anderem die vierteljährlich stattfindende Fortbildung zur Erweiterung der Wahrnehmungsfähigkeit für Musiktherapeuten und Heileurythmisten sowie die Kurse „Rhythmische Einreibungen“ an der CarusAkademie mit einem Betrag von insgesamt 1459 Euro bezuschusst.

Ehrenamtliches Engagement auf der Station

Frau Bitter-Postelt war einmal in der Woche ehrenamtlich auf der Station tätig. Sie hörte Patienten zu, las ihnen vor, sang mit Demenzkranken, erledigte kleine Besorgungen. Seit Februar 2015 fand einmal im Monat das Patientencafé auf der Station statt, wesentlich mitgetragen von Frau Fintelmann, zu dem ehemalige wie aktuelle Patienten sowie Freunde der Station eingeladen waren. Ein Gesprächsangebot in netter Atmosphäre, bei dem die Vertreter/innen des Freundeskreises auch für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung standen. Mit der Umwandlung der Station in eine Geriatrie wurde das Angebot zunehmend weniger angenommen, sodass das Patientencafé im November 2015 eingestellt wurde.

Startschuss für ein Bürgerkrankenhaus

Bis zum Herbst 2015 verstand sich unser Verein vor allem im engeren Sinn als Förderverein der Station in Rissen. Mit Bekanntwerden der endgültigen Umwandlung der Station in eine Geriatrie hat sich eine Initiative für eine Neuaufstellung stationärer integrativer Medizin gegründet, die von uns mit ins Leben gerufen wurde. Integrative Medizin im Krankenhaus ist bewusst in diesem weiter gefassten Sinn von Beginn an in unserer Satzung abgebildet.

Zusammen mit Gesundheit aktiv und Victor-Thylmann-Gesellschaft hat der Freundeskreis Erweiterte Heilkunst die Gründung der Bürgerintitiative für ein Integratives Krankenhaus in Hamburg initiiert sowie die Auftaktveranstaltung mit rund 200 Teilnehmern in der Patriotischen Gesellschaft geplant und erfolgreich durchgeführt (mehr dazu unter erweiterteheilkunst.de). Inzwischen haben sich verschiedene themenbezogene Arbeitsgruppen gefunden. Es gibt eine Organisationsstruktur und ein Leitbild.Wer über den aktuellen Stand informiert werden möchte, kann unter kontakt@initiative-buergerkrankenhaus.de einen Newsletter abonnieren.

Geleistete Öffentlichkeitsarbeit

Nach Gründung des Vereins am 4. Juli 2014 erschienen eine Pressemitteilung sowie Veröffentlichungen im „hinweis“ 07/2014, „DAMID Telegramm“ und im „Treffpunkt Anthroposophie“. Die Webseite wurde von Frau Neeland neu gestaltet und als Homepage des Vereins neu positioniert. Ferner wurden zur Mitgliederbetreuung ein E-Mail-Account sowie ein Vereinstelefon eingerichtet. Außerdem haben wir einen Flyer erstellt, der auch den auf der Station ausliegenden Stationsmappen beigefügt wurde. Im November 2014 und 2015 war FEH mit einem Stand auf dem Martinsmarkt in der Walddorfschule Nienstedten vertreten, um dort auch junge Leute und Familien anzusprechen, ferner auf dem Tag der Offenen Tür am 8. November 2014 im Asklepios-Klinikum sowie auf der Langen Nacht der Anthroposophie am 26. September 2015 im Rudolf-Steiner-Haus. Im Hamburger Abendblatt (Pinneberger Teil) erschien ein Interview mit unseren beiden Vorsitzenden Frau Bitter-Postelt und Frau Pajeken.

Ausblick auf die weitere Entwicklung

Der Freundeskreis Erweiterte Heilkunst hat auch künftig zwei Ausrichtungen:

Zum einen unterstützen wir weiterhin die Station für Integrative Medizin in Rissen, indem wir Fortbildungen bezuschussen, um Qualität zu erhalten und „Samenbildung“ zu ermöglichen. Von den Pflegenden mit ihrer besonderen inneren Haltung gegenüber den Patienten hat niemand die Station verlassen. Sie wird von Patienten immer noch als „anders“ wahrgenommen, obwohl von den Therapien einzig die Musiktherapie erhalten geblieben ist. Darüber hinaus möchten wir bedürftige Patienten bei der Inanspruchnahme ganzheitlicher, insbesondere anthroposophisch orientierter Heilbehandlungen und Arzneimittel durch Bereitstellung von Mitteln unterstützen.

Zum anderen wollen wir uns intensiv um die Förderung der integrativen stationären Medizin im Hamburger Raum kümmern, so wie es in unserer Satzung verankert ist. Hier ist die tatkräftige Mitarbeit in der Initiative zur Gründung eines Integrativen Bürgerkrankenhauses in Hamburg eine gute Möglichkeit, um neuen „Samen“ zu säen.

Wir freuen uns, Andreas Musshoff (seit 20 Jahren Krankenpfleger auf der Integrativen Station in Rissen) und Vivian Neeland (Gründungsmitglied des Freundeskreises) als Beiräte sowie Bernd Wiesner (ebenfalls Gründungsmitglied) als Schatzmeister neu in unseren Vorstand begrüßen zu dürfen.

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